Warum eine ausgerichtete, stabile Wirbelsäule wichtig ist? Teil 1/3

 

Unser Körper ist dafür konstruiert, problemlos aufrecht zu stehen und diese Stellung beizubehalten. Unsere Gewohnheit macht jedoch manche dieser natürlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zunichte. Wer immer krumm sitzt, tut sich schwer, im Stand nicht krumm zu sein. Wer lange überstreckt sitzt, muss mit adaptiv versteiften Hüftbeugern, Hüftgelenkkapseln und Rumpfmuskeln rechnen, wodurch korrektes Stehen noch schwieriger wird.

 

Wenn sich schon korrektes Stehen als schwierig erweist, wird jede Bewegung noch schwieriger. Bald belasten selbst leichte, alltägliche Bewegungen den Körper und verletzen Wirbelsäule, Hüften und Beine. Was machen also die meisten? Sie versuchen, Druck herauszunehmen, indem sie sich wieder setzen, was das Problem nur verschärft.

 

Es ist traurig, dass Stehen heute eine Fertigkeit ist, die gelernt werden muss. Aber da Stehen das Tor zu jeglicher Bewegung öffnet, ist es sinnvoll, es gut und korrekt auszuführen.

 

Ihr Körper ist so aufgebaut, dass er 100 schmerzfreie Jahre halten sollte. Seinen vollen Funktionsumfang können Sie aber erst nutzen, wenn Sie die Grundprinzipien beherrschen. Sie müssen erst gehen und dann laufen lernen. Und das beginnt damit, dass Sie zunächst lernen, Ihre Wirbelsäule korrekt auszurichten.

 

Es sind zwar nur vier Schritte, doch es passiert einiges, wenn Sie Ihre Wirbelsäulenhaltung neu aufbauen. Sie müssen Becken, Brustkorb und Kopf zurück in Reihe schalten und diese Haltung mit der Rumpfmuskulatur stabilisieren; Sie müssen Schultern und Hüfte so ausrichten, dass das Gesamtsystem auch diagonal stabil ist.

 

Wie bei jeder schwierigen Aufgabe ist es wichtig, in kleinen Schritten vorzugehen. Bevor Sie lernen, das Verankerungsmodell im Stand umzusetzen, richten wir die Wirbelsäule erst mal im Liegen aus.

 

Schritt 1:

In Rückenlage auf den Boden legen. Die Beine sind gestreckt, die Hände liegen neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben. Jetzt die Gesäßmuskeln anspannen. Die Anspannung muss so stark sein, um das nach hinten gekippte Becken leicht zum Brustkorb aufzuziehen. Nach einigen Momenten in dieser Stellung sollten Sie merken, wie sich das Gewebe im unteren Rücken löst und wie die Anspannung dieser Körperregion nachlässt.

 

 

Durch das Anspannen der Gesäßmuskeln richten Sie gerade das Verhältnis zwischen Becken und Lendenwirbelsäule neu aus. Der Boden ordnet automatisch Kopf, Schultern und Brustkorb besser übereinander aus und die Gesäßkontraktion zieht das Becken in eine natürlicherweise bessere ausgerichtete Haltung. Die Neutralstellung balanciert den Rückenkomplex in seinem normalen, funktionellen anatomischen Verhältnis.

 

Glauben Sie nicht, dass diese einfache Bewegung nicht ausgeklügelt genug ist, um der komplexen zugrunde liegenden Körperphysiologie gerecht zu werden.

 

Im nächsten Artikel erfahren Sie die weitere Schritte, wie z.B die Atmung und die Drehkraft der Schulter, die Neutralstellung noch weiter optimieren können.

 

Aber erst einmal Schritt für Schritt.. viel Erfolg beim Üben.

 

 

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