Warum eine ausgerichtete, stabile Wirbelsäule wichtig ist? Teil 3/3

Im letzten Teil der Blogreihe „Warum eine ausgerichtete, stabile Wirbelsäule wichtig ist? “ geht es um die Stabilisierung der Schulter und der Hüften.

 

Der Anblick einer gut ausgerichteten, stabilen Wirbelsäule ist wirklich ein evolutionären Wunder. Stellen Sie sich vor, dieser Mechanismus müsste selbständig auf den Oberschenkelknochen balancieren – das gäbe ein wackliges Durcheinander. Beim Stehen ist das glücklicherweise nicht so, da der Körper hier mit einer hocheffektiven Stabilisierungskraft arbeitet, die er durch eine spezielle Drehung (Außenrotation) erzeugt.

Sie kennen dieses Konzept: Wenn Sie auf dem Rücken liegen und entspannen, drehen sich Ihre Füße wie zwei gegenpolige Magnete voneinander weg. Der natürliche Eindrehmechanismus, der dem Körper Stabilität von den Füßen bis zu den Hüften schafft, lässt locker.

Wie wendet man die Drehkraft an? Sie richten das Becken aus und stellen sich mit geraden nach vorn zeigenden Füßen hin. Der Kopf des Oberschenkelknochens liegt an der Schnittstelle zwischen Hüften und Becken und ähnelt einem in Gewebe eingehüllten Ball (die von Bindegewebe umgebene Hüftgelenkkapsel). Um ein Bonbon fest einzuwickeln, dreht man die Bonbonpapierenden gegengleich ein. Das gleiche Prinzip gilt für die Hüften: Durch Drehung (das >>Verdrillen des Bonbonpapiers<<) stellt der Körper sowohl an den Hüft- wie an den Schultergelenken Stabilität her. Da die Gelenke einen ziemlich ähnlichen Aufbau haben, ist es auch kein Zufall, dass die Evolution für beide Strukturen Rotation als Stabilisierung wählte.

 

Stabilität durch Hüftdrehung: Stellen Sie sich aufrecht hin, mit den Füßen unter den Hüften, und absolvieren Sie die Verankerungssequenz (s. Blogartikel 1 und 2). Schrauben Sie jetzt die Hüftgelenke in den Boden, ohne die Füße zu bewegen. Die linke Hüfte schrauben Sie gegen den Uhrzeigersinn, die rechte im Uhrzeigersinn in den Boden. Die Füße drehen sich bei der Hüftstabilisierung nicht tatsächlich nach außen – Sie generieren lediglich die nach außen wirkende Kraft dafür. Diese Drehkraft ist der Bewegungsschlüssel, der das gesamte Bein mit dem Becken und Rücken verbindet.

 

Drehkraft in den Schulter: Stellen Sie sich aufrecht hin und strecken Sie die Arme auf Schulterhöhe zur Seite, Handflächen nach oben (T-Form). Drehen Sie jetzt die Handflächen in Richtung Boden. Die meisten von uns stellen fest, dass sich in dem Moment die Oberarme nach vorne einrollen, anstatt am Platz um die Körperquerachse zu drehen. Dies ist eine der Grundursachen von Dysfunktionen des komplexen Hals-Schulter-Arm-Handgelenk-Systems.

Korrigieren wir nun diese Ineffizienz und bringen die Schultern in eine gesündere Haltung. Stellen Sie sich nochmals aufrecht hin und heben Sie die Arme seitlich auf Schulterhöhe. Drehen Sie die Handflächen nach oben und versuchen Sie, die Innenseite des Ellbogens ebenfalls zur Decke zu drehen. Diese Drehung nach außen verwindet die Schultergelenkspartner in der Gelenkkapsel, positioniert die Schulterblätter in eine gute Lage auf den Rippen und versetzt die Köpfe der Oberarmknochen an einen besseren Platz auf den Gelenkpfannen.

 

 

Viel Spaß beim Verinnerlichen der Prinzipien. Sie werden sehen, dass sich Ihr Körper aufrechter und stabiler anfühlt. Ein Körper, der keine Angst mehr vor Schmerzen haben muss. :-)

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